Online-Geschäftsbericht
2014/2015
Stärken Nutzen. Perspektiven eröffnen. Wir schaffen Wert mit einem attraktiven Portfolio und mit Fondsberatung.

Private-Equity-Investments

Nettovermögenswert

Hintergrund

Nettovermögenswert: Summe aus Zeitwert des Portfolios zum Stichtag und Finanzmitteln, vermindert um Bankschulden. Die DBAG hatte zum jüngsten Stichtag ebenso wie ein Jahr zuvor keine Bankverbindlichkeiten. Eine Ausschüttung an die Aktionäre geht stets zu Lasten des Nettovermögenswerts.

Entwicklung 2014/2015

  • Der Nettovermögenswert stieg im Rumpfgeschäftsjahr 2014/2015 trotz der Ausschüttung von 27,4 Millionen Euro um 6,9 Prozent auf 314,0 Millionen Euro.
  • Bereinigt um die Ausschüttung beträgt der Anstieg 17,8 Prozent.
  • Die Zusammensetzung des Nettovermögenswertes hat sich verändert: Am 31. Oktober 2014 entfielen nur 52,1 Prozent auf den Portfoliowert, am 30. September 2015 hingegen 81 Prozent.
  • Der Anstieg geht auf Investitionen von 71,4 Millionen Euro und die (Netto-) Wertsteigerung des fortgeführten Portfolios von 31,2 Millionen Euro zurück.

Perspektive

Wir erwarten im neuen Geschäftsjahr und in den beiden folgenden Geschäftsjahren ein Wachstum des Nettovermögenswertes um durchschnittlich zehn Prozent. Dabei haben wir die Fortführung unserer Dividendenpolitik unterstellt. Negativ beeinflussen könnte den Nettovermögenswert ein drastischer Einbruch der Bewertungsparameter für das Portfolio, also etwa der Bewertungsverhältnisse am Kapitalmarkt, oder der Ertragssituation der Portfoliounternehmen infolge eines konjunkturellen Einbruchs.

Beteiligungsgeschäft

Hintergrund

Das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft spiegelt den Ergebnisbeitrag aus dem Portfolio wider, ist maßgebliche Einflussgröße auf das Konzernergebnis und Basis für das Ergebnis des Segments Private-Equity-Investments. Im Segmentergebnis sind die Sach- und Personalkosten der Börsennotierung der DBAG – vergleichbar einem „Investment Trust“ – und allgemeiner Verwaltungsaufwand berücksichtigt.

Entwicklung 2014/2015

  • Das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft und das Ergebnis des Segments Private-Equity-Investments sind im Rumpfgeschäftsjahr deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr, sofern man den Vorjahreswert um den Beitrag aus der erfolgreichen Veräußerung einer großen Beteiligung (Homag Group AG, 24,7 Millionen Euro) bereinigt.
  • Grundlage ist die gute wirtschaftliche Entwicklung der Portfoliounternehmen. Nahezu alle Unternehmen, die länger als ein Jahr zum Portfolio gehören, lieferten positive Wertbeiträge.
  • Der Wertbeitrag des Kapitalmarktes war insgesamt positiv, auch die Stärke des US-Dollar hat die Bewertung erhöht.
  • Das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft ist mit 23,5 Millionen Euro aufgrund des Carried-Interest-Anspruchs des Investmentteams aus dem Erfolg der Co-Investments an der Seite des DBAG Fund V belastet.

Perspektive

Im laufenden Geschäftsjahr und in den beiden folgenden Jahren erwarten wir ein deutlich höheres Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft und ein deutlich höheres Vorsteuerergebnis des Segments Private-Equity-Investments. Grundlage ist unter anderem der höhere Investitionsgrad.

Cashflow Portfolio

Hintergrund

Kennzeichen des Private-Equity-Geschäfts ist die geringe Anzahl von Geschäftsvorfällen mit jeweils hoher betragsmäßiger Auswirkung: Im Durchschnitt gehen wir jährlich vier bis sechs Beteiligungen ein, ebenso viele werden beendet. Die Transaktionen finden unregelmäßig statt; in einzelnen Jahren können Investitionen überwiegen, in anderen Veräußerungen. Daraus ergibt sich ein unsteter Cashflow.

Entwicklung 2014/2015

  • 2014/2015 war ein Jahr der Investitionen: Mit dem DBAG Fund VI investierte die DBAG in fünf MBOs und stellte Mittel für Kapitalerhöhungen bestehender Beteiligungen bereit (43,8 Millionen Euro). Hinzu kamen die Co-Investments an der Seite des DBAG ECF (18,8 Millionen Euro für neue Beteiligungen).
  • Sechs Unternehmen aus dem Portfolio stärkten ihre Marktposition durch Unternehmenskäufe. In zwei Fällen stellten wir dazu weiteres Eigenkapital zur Verfügung. Dafür – und in andere bestehende Beteiligungen – flossen 8,9 Millionen Euro.
  • Rückflüsse (16,2 Millionen Euro) gab es unter anderem aus einer Refinanzierung sowie aus Veräußerungen aus dem Portfolio der beiden ausländischen Buy-out-Fonds.

Perspektive

Wir wollen 2015/2016 und in den beiden folgenden Geschäftsjahren unser Investitionstempo aufrecht halten. Nachdem das Portfolio inzwischen gereift ist, erwarten wir – anders als im vergangenen Geschäftsjahr – künftig vermehrt Rückflüsse aus dem Portfolio und mittelfristig einen deutlich positiven Cashflow aus dem Beteiligungsgeschäft.